PFOA – unsichtbare Gefahr

PFOA – nicht sehbar, riechbar oder schmeckbar, aber auf ewig da. Auch deshalb konnte das Landratsamt als Aufsichtsbehörde trotz seiner Schutz- und Informationspflicht die Folgen so lange kleinreden. Bis heute. Schon 2006 war es nicht das Amt, sondern Greenpeace, das bei Gendorf die immense Belastung der Alz publik machte. Seit 2023 endlich gilt PFOA als krebserregend. All das erinnert an Asbest, das erst nach Jahrzehnten verboten wurde. Ab Ende der 60er Jahre hatten die Unternehmen in Gendorf 70 Tonnen PFOA in die Alz geleitet und rund zehn in die Luft geblasen. Bis zu fünf davon liegen in den Böden, eine Gefahr auch für das knappe Grundwasser.
Seit 2008 ist PFOA verboten, doch Nachfolgeprodukte sind kaum ungefährlicher. All das akkumuliert sich durch weitere Schadstoffe wie Triphenylzinn. Dennoch erlaubt Landrat Schneider Einleitungen aus dem Chemiepark bis 2044. Und ohne, dass die Verursacher für die Folgekosten allein bis heute umfassend zur Rechenschaft gezogen werden.
Ein Konzept, wie mit Böden auf Spiel- und Sportplätzen, in Gärten oder auch bei Erdaushub für Neubauten umzugehen ist, fehlt bislang.
Wir fordern, dass sämtliche zuständigen Behörden in Bayern – und auch der Umweltminister – endlich Verantwortung übernehmen und die Belastung für Mensch und Umwelt durch strenge Auflagen minimieren. 

Verfasserin Sofie Voit